„War ja doch viel Digitales!“ – Wie einige Care Camper das #SozialCamp erlebt haben

Am 28. und 29.11.2016 fand das #SozialCamp in Bonn statt, ein BarCamp für Soziale Arbeit. Hauptsponsor war die Caritas. Professionell organisiert von den Jungs von @Bonndigital, trafen sich die Sozialcamper im Gustav-Stresemann-Institut. Das #SozialCamp bot eine Plattform für Diskussionen über die Auswirkungen, aktuellen Veränderungen und Erwartungen unserer Gesellschaft, die der digitale Wandel beispielsweise auf die Arbeit in den Pflegeberufen, der Jugendhilfe und Wohnungslosenarbeit haben.

Nachdem @lottelockenkopf mit ihren Posts über das #SozialCamp bei Twitter und Facebook auch in unserer Community kräftig für das #SozialCamp geworben hatte, trafen sich einige Teilnehmende des Care Camp Köln. Spontan nahmen wir uns einen Sessionslot lang Zeit, um die Planung für das Care Camp Köln 2017 zu beginnen. Mehr dazu folgt im Newsletter – wer ihn noch nicht abonniert hat: los geht’s! Außerdem beschlossen wir, Euch unsere persönlichen Eindrücke hier zusammenzustellen. Viel Spaß beim lesen wünschen Charlotte Beck (@lottelockenkopf), Philipp Künkel (@PhilippKuenkel), Anika Kriegel (@anika_kriegel) und Kathrin Reinert (@klangspur).

Veranstaltungsüberblick SozialCamp

Beim ersten von der Caritas veranstalteten BarCamp, zu dem unter #SozialCamp fleißig getwittert wurde, drehte sich alles um die „Digitalisierung“ der Sozial- und Gesundheitsbranche. An beiden Tagen fanden spannende Sessions, etwa zum Einsatz digitaler Medien in der Beratung, Rekrutierung von Auszubildenden sowie der digitalen Lobbyarbeit statt. In den 45-minütigen Diskussionen konnten sich die Teilnehmenden über persönliche Erfahrungen, aktuelle Projekte und spontane Fragen untereinander austauschen und vernetzen. Für Anika wurde spürbar, dass der Einsatz sozialer Medien viel Potential birgt – vorausgesetzt, sie werden sinnvoll eingesetzt. Sie sollen zur Aufwertung von Berufsbildern und Arbeitgebern beitragen, interne und externe Kommunikation verbessern und Chancen für Innovationen ermöglichen.

Der Zusammenhang von Sozialer Arbeit und „Digitalisierung“

Zwei besonders relevante Sessions dazu waren aus Charlottes Sicht Hendrik Epes (@HendrikEpe) Session „Überwindung von Innovationsbarrieren in Sozialen Organisationen“ und Sabine Depews (@SabineDepew) Input zum „Innovation Lab für die Soziale Arbeit“. Im einen Fall gab es einen fundierten Überblick über  das große Thema Soziale Innovationen in der Sozialwirtschaft (inklusive der diversen Innovationsbarrieren) und reichlich Futter für weitergehende Gespräche sowie Diskussionen. Im anderen Fall wurde die Idee skizziert und weitergedacht, einen Ort für soziale Innovationen zu schaffen. Einen Ort für ungewöhnliche Ideen, um auszuprobieren, Erfolg zu haben, zu scheitern und gleich wieder von vorne zu beginnen. Mit Kollegen, mit Externen, mit den Klienten.

„Das erste SozialCamp in Bonn war in meinen Augen ein voller Erfolg!“

An zwei spannenden und interessanten Tagen hat sich auch Philipp mit anderen über aktuelle und zukünftige Themen im sozialen Bereich austauschen können. Das erste Sozialcamp in Bonn war in seinen Augen ein voller Erfolg. In der Session #sozialimnetz wurde anregend darüber diskutiert, wie man in populistischen Foren und Gruppen gegen Hassreden intervenieren könnte. Anstatt Socialbots zu nutzen, wie es häufig Hassredner_innen machen, sollten wir uns nicht nur im echten Leben, sondern auch im digitalen Leben als Gruppen organisieren und dagegen schreiben. Die für Philipp spannendste Session war „Die Psychologie des Bösen“ von @richtungscoach Reiner Knudsen. Hier ging es um die Frage, was den „normalen“ Menschen dazu bringt, anderen psychisches oder physisches Leid anzutun. Reiner Knudsen bezog sich dabei auf die Forschungsergebnisse des Stanford Professors Philip Zimbardo. Den Vortrag kann man sich hier nochmal anschauen: http://sozialesgedoens.de/sozialcamp2016/

„Wer soll das bezahlen?“

Viel Wissen und gleichzeitig Austausch zu Praxiserfahrungen gab es in Philipps Session über Fundraising. Er stellte mit einigen Daten aus einer Studienarbeit den deutschen Spendenmarkt vor. Während immer mehr Organisationen Spenden sammeln wollen, geht die Zahl der Spendenden aber zurück. Deshalb professionalisiert sich auch das Fundraising. Mehrere Teilnehmerinnen erzählten aus ihrem Berufsalltag, dass Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit oft nahtlos ins systematische Spendensammeln übergehen. Alle Teilnehmenden waren sich übrigens einig: Genötigt werden will beim Spenden keiner. Problematisch ist, dass manche Themen, wie zum Beispiel Suchthilfe, in der Außendarstellung einfach unsexy sind. Aus Kathrins Sicht war die Session deshalb wichtig und gut, weil sie aktuelle Entwicklungen der Einrichtungen und deren Folgen für beteiligte Berufsbilder behandelte.

Vom #SozialCamp grüßen Euch herzlich Charlotte Beck, Philipp Künkel, Anika Kriegel und Kathrin Reinert.

Weitere Rückblicke auf das BarCamp für Soziale Arbeit (Ergänzungen bitte in die Kommentare):

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

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